Bergwandern

Heimgarten (1790 m) über Bärenfleckhütte

Bergtour – Höhendifferenz 1100 m.
Der Heimgarten mit einer sommerbewirtschafteten Hütte ist über Ohlstadt zu erreichen.
Ausgehend vom Rathaus führt der Weg leicht ansteigend vorbei am Kolpingserholungszentrum in Richtung Kaltwasserfälle auf der Forststraße bergwärts. Nach ¼ Stunde verlässt dann der Weg die Forststraße und geht stetig ansteigend als Bergpfad weiter, vorbei an der Veste, zur Bärenfleckhütte (1344 m -Alpenvereinshütte- nicht bewirtschaftet). Der Weg geht anfangs durch Wälder, später über Almen und schließlich durch felsiges Gelände zu einem Grat, auf dem man auf leicht begehbarem Pfad die Heimgartenhütte und den Gipfel erreicht. Der Aufstieg ist ungefährlich und kann auch von nicht schwindelfreien Wanderern unternommen werden. –
Gehzeit für diesen Aufstieg 2,5-3,5 Std.

Rötelstein (1400 m)

Bergtour – Höhendifferenz 800 m.
Diese leichte Bergwanderung zum Hausberg der Großweiler führt am Alpengasthof Kreut-Alm vorbei Richtung Kaseralm. Ein Stück vor bzw. unterhalb der Kaseralm führt der Weg von der Forststraße abzweigend nach links weiter. Auf einem kleinen Pfad geht man durch den Wald in ½ Std. zum Rötelsteingipfel. Von hier kann man je nach Witterung einen herrlichen Ausblick genießen.
Gehzeit für diesen Aufstieg ca. 2 Std.

 

Herzogstand (1.731 m)

Herzogstand ab Urfeld – Kesselbergpasshöhe (Gehzeit: 3 Std.)
Von der Passhöhe (858 m) in südwestlicher Richtung im Wald aufwärts auf dem Reitweg, den König Max II. als Weg zu seinem Jagdhaus bauen ließ. Nach ungefähr 1 Std. Gehzeit mündet der sog. Pionierweg von Schlehdorf ein. Nun führt der Weg etwas steiler südlich in Kehren hinauf, östlich den Herzogstandgipfel umgehend zum Herzogstand-Berggasthaus. Hier stand ehemals auch das Königshaus von König Ludwig II., das nun nach einem Brand der alten Stelle wiederaufgebaut wurde. An den Märchenkönig erinnert ebenfalls das König-Ludwig II.-Denkmal.  Vom Herzogstandhaus geht es in nördlicher Richtung fast waagrecht an der Ostflänke des Martinskopfes vorbei und dann in bequemen Serpentinen auf den Gipfel. Vom Aussichtspavillion hat man überwältigende Fernsicht: Im Norden die Oberbayerische Seenplatte, daran anschließend die Stadt München; im Osten die Benediktenwand, die Tegernseer Berge, den Wilden Kaiser und den Rofan; nach Süden zu die Tauern mit Großglockner und Venediger, das Karwendel über dem Walchensee; dann in der Lücke zwischen Karwendel und Wetterstein die Stubaier Gletscher. Im Südwesten liegt das Wettersteingebirge mit Dreitorspitze und Zugspitze. Im Westen sieht man den Heimgarten und im Hintergrund die Ammergauer und Allgäuer Berg.
Der Abstieg nach Urfeld dauert ca. 2 Std.

 

Herzogstand ab Walchensee – Talstation Herzogstandbahn (Gehzeit 2 Std.)
Ab der Talstation in langen Serpentinen unter der Herzogstandbahn hindurch zum Tanneneck. Anschließend wird der Wassergraben überquert, wo einige Stellen mit Drahtseilen gesichert sind. Ab dem sog. Kreuz gelangt man durch Latschen und Krummholz zu den Herzogstandhäusern, von dort über den Bergweg und Serpentinen zum Gipfel. Dieser Weg ist im Winter nicht zu begehen!
Der Abstieg nach Walchensee dauert ca. 1. Std.

Für alle, die nicht so lange wandern möchten, empfiehlt sich eine Fahrt mit der Herzogstandbahn zum Fahrenberg. Von dort läuft man in ca. 5 Minuten zum Herzogstand-Berggasthaus und in weiteren 45 Minuten zum Gipfel.

Heimgarten ab Herzogstandgipfel – Gratwanderung (Gehzeit 1 Std.)
Vom Herzogstandgipfel westlich auf Weg AV 441 absteigen. Dann die Gratzacken meist auf südlicher Seite umgehend bis zum Schlehdorfer Kreuz (Drahtseilsicherung). Weiter fast eben bis zum Aufschwung des Heimgartens. Durch Latschen auf steilen Serpentinen zum Gipfelkreuz. Die Heimgartenhütte (im Sommer bewirtschaftet) befindet sich nur wenige Meter unterhalb des Gipfels.

Für diese Tour, die als eine der 100 schönsten Gratwanderungen der Alpen gilt, sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich! Der Abstieg nach Walchensee oder nach Ohlstadt dauert 2 Std. und nach Schlehdorf 3 Std.

 

Wichtiger Hinweis: Gutes Schuhwerk, wetterfeste Bekleidung (warmes Wollzeug auch im Sommer), Proviant, Verbandszeug und dgl. sind zum Bergwandern unbedingt erforderlich und sei es nur, um anderen zu helfen.
Achtung ! – Wetterdienst! Der Hauswirt sollte immer über Route und Dauer einer Wanderung unterrichtet sein.