Alte St. Georgskirche in Großweil

Choraltar des Rokoko. 1778 gefertigt vom Kleinweiler Kistler Johann Georg Miller.
Bemerkenswert die beiden Figuren links und rechts vom Tabernakel, Scholastika und Benedikt.

Das Laiengestühl stammt aus dem Jahr 1794.
Am uralten Opferstock hängen zwei kunstvolle Vorhängeschlösser mit den Jahreszahlen 1691 und 1719.

Bei der letzten großen Renovierung kam rechts über der Türe zur ehemaligen Saktristei, unter einer dicken Kalkschicht verborgen ein
Fresko zum Vorschein.
Es stellt die Dornenkrönung Christi dar.
Dieses gotische Fresko dürfte aus dem 13./14.Jahrhundert stammen.


Die größte Kostbarkeit dürfte die, ebenfalls bei der Kirchenrenovierung gefundene, Chorschranke sein. Sie weist auf die früheste Zeit der Kirchengeschichte von Großweil zurück.
In der Bajuwaren-Ausstellung zu Rosenheim wurde sie bereits ausgestellt, ein kleines Schild nannte die Entstehungszeit um 780 – in der Karolingerzeit um 800 – vor gut 1.200 Jahren!

Die Platte aus Sandstein zeigt auf der Vorderseite eine kassettenartige Anordnung:
1. Reihe. Fünf muschelartige Motive, die Muschelnischen als Palmetten ausgebildet.
2. Reihe vier in Herzform dargestellte Traubendolden  Wein zur Eucharistie - Christus
3. Reihe Lilien-Symbol für Christus
4. Reihe Wiederholung Traubenmotive
5. Reihe Wiederholung Lilienmotive
Ein dreisträhniges Flechtornament verbindet alle einzelnen Motive.
Jedes Motiv: Ewiges Leben – Christus.
(aus Th. Luidl; Kleinweiler Kistler und ihre Werke)